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wiki:osnabrueck_bohmte

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Bohmte

www.Bohmte.de

Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Bohmte mit ihrer früheren Dörfern/Bauerschaften und den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Dörfer/Bauerschaften

Mit ihren jeweiligen Hausnummern etwa im Umfang vom Urkataster:

Hausstätten- und Höfeliste

Bücher

Geschichte

Urkundlich wurde Bohmte erstmals 1074 erwähnt. Mit dieser Urkunde übertragen dominus Gisilbertus und domina Cuniza dem Bischof Benno II. und der Osnabrücker Kirche Essen und Bohmte und zwar anscheinend den ganzen Ort. Ihnen werden dafür auf Lebenszeit 4 Pfd. Zehntelgelder aus Gütern zu Bohmte und anderen Orten sowie zwei Wildschweine und 2 Hirschkühe zugesichert.

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1047 Bamwide, 1088 Bomwide, 1090 Bamwide, 1090 Bonwide, 1188 Bomwede, 1310 Bowede, Bomethe, 1402 Bomde, 1423 Boemwede, 1604 Bombwede, 1625 Boembte, 1651 Bombte, 1652 Baumte, 1772 Bomte, 1789 Bomwedde und 1823 Bohmte. Bei diesem Ortsnamen hat es eine Entwicklung von Bom-/Bamwide zu Bohmte gegeben. Es ist kaum anders möglich, als Bohmte aus „Bōm-wide“ für „Baumwald“ herzuleiten. „wide, wede“ ist niederdeutsch für „Wald“. Aufgrund der Tautologie könnte „Baum“ in diesem Fall im Sinne von „Nutzholz“ gebraucht sein. Der grünende Baum wurde durch „tere“ bezeichnet, während „bom“ für „dürrer Baum, Balken“ stand, sodass das „Bom-“ in diesem Ortsnamen als „Bauholz“ zu deuten sein könnte.

Die Ortsteile Bohmtes waren (bis auf das traditionell lutherische Meyerhöfen) bereits im 17. und 18. Jahrhundert konfessionell gemischt. Bis 1811/1815 unterlagen sämtliche Einwohner des Fürstbistums Osnabrück dem Pfarrzwang, mussten also die Stolgebühren für Amtshandlungen wie Taufen und Trauungen an den Pfarrer ihres Pfarrsprengels entrichten. Dies galt auch, wenn sie einer anderen Konfession angehörten und die Amtshandlungen durch benachbarte Pfarrer ihrer eigenen Konfession vornehmen ließen. In diesem Fall mussten die Gebühren an beide Pfarrer und damit doppelt gezahlt werden. Beerdigungen mussten durch den Pfarrer des eigenen Pfarrsprengels vorgenommen werden. Bis auf Meyerhöfen, das zum lutherischen Kirchspiel Dielingen in Westfalen gehörte, waren alle heutigen Bohmter Ortsteile trotz ihres gemischtkonfessionellen Charakters katholischen Pfarreien zugeordnet:

Die Bauerschaft Bohmte gehörte bis 1667 zum katholischen Kirchspiel Ostercappeln und bildete anschließend eine eigene, mit der Bauerschaft Bohmte deckungsgleiche, katholische Kirchengemeinde. Die Katholiken in Herringhausen, und Stirpe-Oelingen gehörten weiterhin zu Ostercappeln. Die Bauerschaften Schwege und Welplage bildeten das katholische Kirchspiel Hunteburg.

Auf dem Gebiet der Bauerschaft Herringhausen befand sich die Kapelle des Gutes Arenshorst, an der bis 1652 und wieder seit 1672 ein lutherischer Geistlicher wirkte, sodass die lutherischen Einwohner Bohmtes und des Kirchspiels Ostercappeln (also auch aus Herringhausen und Stirpe-Oelingen) die lutherische Kapelle Arenshorst besuchten, die nach Ende des Pfarrzwangs 1815 zur eigenständigen Kirchengemeinde erhoben wurde. In Hunteburg wurde für die Lutheraner Schweges und Welplages ebenfalls 1815 ein eigenes Kirchspiel gegründet. Bis dahin hatten sie die lutherischen Kirchen in Dielingen und Venne und die Kapelle in Arenshorst besucht. Ab 1815 orientierten sich auch vermehrt Familien aus Meyerhöfen zur lutherischen Kirche in Hunteburg; die Bauerschaft wurde jedoch erst am 1. November 1897 vom westfälischen Mutterkirchspiel Dielingen nach Hunteburg umgepfarrt. Aufgrund des Pfarrzwangs sind die lutherischen Einwohner der oben genannten Bauerschaften (bis auf Meyerhöfen) vor 1811/1815 (auch) in den katholischen Kirchenbüchern von Bohmte, Ostercappeln und Hunteburg zu suchen.

In Bohmte existierte von 1867 bis 1875 die Zeche Caroline, und von 1911 bis 1925 die Zeche Beharrlichkeit der Gewerkschaft Beharrlichkeit, die Wealdenkohle förderten. Damit gilt Bohmte als nördlichste deutsche Steinkohlenförderstätte.

Die heutige Einheitsgemeinde Bohmte entstand am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Bohmte, Herringhausen, Meyerhöfen, Schwege, Stirpe-Oelingen und Welplage anlässlich der niedersächsischen Gemeindegebietsreform.

Am 1. Juli 1975 wurde ein Gebiet mit damals etwa 100 Einwohnern an die Nachbargemeinde Ostercappeln abgetreten.

Karten

Fürstbistum Osnabrück

Bohmte im Landkreis Osnabrück, Land Niedersachsen

Gemeinde Bohmte

Bohmte, siehe: Maps

Verweise

Auskünfte

Kreisarchiv Osnabrück

Gemeindearchiv Bohmte

Heimatverein Bohmte

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/osnabrueck_bohmte.txt · Zuletzt geändert: 2021/02/27 11:21 von michael