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wiki:kreis_osnabrueck

Kreis und Stadt Osnabrück

Dieses ist die Beschreibung des Kreises und der Stadt Osnabrück mit seinen Städten und Gemeinden und der alten Struktur der Ämter, Bauerschaften sowie Kirchspielen.

Heutige Städte und Gemeinden des Landkreises Osnabrück

( zu den Haus- und Höfelisten: ) Angelegte sind in grüner Klammer !

Einheitsgemeinden

Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden

A. Samtgemeinde Artland, selbständige Gemeinde

  • Badbergen
  • Menslage
  • Nortrup
  • Quakenbrück, Stadt (Sitz der Samtgemeindeverwaltung)

B. Samtgemeinde Bersenbrück, selbständige Gemeinde

  • Alfhausen
  • Ankum
  • Bersenbrück, Stadt (Sitz der Samtgemeindeverwaltung)
  • Eggermühlen
  • Gehrde
  • Kettenkamp
  • Rieste

C. Samtgemeinde Fürstenau

  • Berge
  • Bippen
  • Fürstenau, Stadt (Sitz der Samtgemeindeverwaltung)

D. Samtgemeinde Neuenkirchen

  • Merzen
  • Neuenkirchen (Sitz der Samtgemeindeverwaltung)
  • Voltlage

Geschichte

Das Hochstift Osnabrück (auch als Fürstbistum Osnabrück bezeichnet) war ein reichsunmittelbares Territorium des Alten Reiches und gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis.

Karl der Große hatte um 783 das Bistum Osnabrück gegründet, dessen Sprengel von den Flüssen Ems und Hunte begrenzt wurde. Aus Stiftungen und Rechtstiteln wuchs dem Osnabrücker Bischofsstuhl im Hochmittelalter eine Landesherrschaft zu, deren Territorium sich nicht mit dem Diözesangebiet deckte: das Hochstift. Landesherr des Hochstiftes war der Bischof von Osnabrück. Die Landesherrschaft entwickelte sich im Wesentlichen im 13. und 14. Jahrhundert durch den Erwerb der Gerichtsbarkeit (Gogerichte) 1225, den Erwerb der Osnabrücker Hochvogtei 1236 von den Grafen von Tecklenburg und den Bau von Landesburgen zur Grenzsicherung. Am Ende des 14. Jahrhunderts war die Landesherrschaft des Bischofs völlig ausgeformt.

Die Verwaltung des Hochstifts war in die Ämter Fürstenau, Iburg, Grönenberg, Vörden, Wittlage, Hunteburg, Reckenberg und die quasi-autonome Landstadt Osnabrück unterteilt.

Ab 1543 wurde unter dem zeitweilig lutherischen Bischof Franz von Waldeck (1532–1553) durch Hermann Bonnus die erste evangelische Kirchenordnung für die Stadt Osnabrück verfasst und damit die Reformation eingeleitet. In der Folgezeit konnte sich weder die lutherische noch die katholische Lehre im Hochstift durchsetzen. Den folgenden Bischöfen, die teils katholischer und teils lutherischer Konfession waren, gelang es nicht, den im Augsburger Religionsfrieden festgelegten Grundsatz „Cuius regio, eius religio“ im Hochstift durchzusetzen. Eine effektive Kirchenleitung gab es weitgehend nicht mehr; die Pfarrer in den einzelnen Kirchspielen waren weitgehend sich selbst überlassen. Die kirchliche Glaubensausübung war eine Mischung aus katholischen und lutherischen Elementen. So teilten katholisch ordinierte Priester in der Messe die Kommunion in beiderlei Gestalt aus oder ließen die durch Luther ins Deutsche übersetzten Psalmen singen. Dies änderte sich erst 1623, als Eitel Friedrich Kardinal von Hohenzollern-Sigmaringen nach seiner Wahl zum Bischof die Gegenreformation begann.

Als Staat bestand es bis 1802 und wurde, da sich nach der Reformation keine der beiden Konfessionsparteien im Territorium durchsetzen konnte, nach dem Westfälischen Frieden abwechselnd von einem katholischen und einem lutherischen Landesherrn regiert. Es wurde nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses dem Königreich Hannover einverleibt und bildete nach 1866 einen Bestandteil der preußischen Provinz Hannover.

Der heutige Landkreis Osnabrück umfasst zusammen mit der kreisfreien Stadt Osnabrück in etwa das Gebiet des ehemaligen Hochstifts Osnabrück, das bis 1802 reichsunmittelbares Fürstbistum war. 1803 wurde das Gebiet durch den Reichsdeputationshauptschluss des Wiener Kongresses dem Königreich Hannover zugeordnet. Von 1807 bis 1813 war es unter französischer Herrschaft, um dann wieder bis 1866 zum Königreich Hannover zu gehören. In diesem Jahr annektierte Preußen infolge des Deutschen Krieges das Königreich Hannover, so dass auch das ehemalige Fürstbistum Osnabrück zu Preußen kam und Teil der Provinz Hannover wurde. Der ursprüngliche Landkreis Osnabrück wurde 1885 in der preußischen Provinz Hannover aus dem alten Amt Osnabrück gebildet und dem Regierungsbezirk Osnabrück zugeordnet. Die Gemeinde Schinkel schied am 1. April 1914 aus dem Landkreis aus und wurde in die Stadt Osnabrück eingemeindet.

Bei der preußischen Kreisreform von 1932 wurde der Kreis Iburg in den Landkreis Osnabrück eingegliedert, dessen Fläche sich dadurch nahezu verdoppelte. Am 1. April 1940 schied die Gemeinde Haste aus dem Landkreis aus und wurde in die Stadt Osnabrück eingemeindet. Seit dem 1. November 1946 ist die Region Osnabrück Teil des neu gegründeten Bundeslandes Niedersachsen.

Die ersten Gemeindefusionen im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen fanden im Landkreis Osnabrück im Jahre 1968 statt. Am 1. Januar 1970 wurde Sutthausen, das bis dahin zur Gemeinde Holzhausen gehört hatte, nach Osnabrück eingemeindet.

Eine vollständige Neuordnung der Kreis- und Gemeindegrenzen brachte das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Osnabrück am 1. Juli 1972. Die Landkreise Bersenbrück, Melle und Wittlage wurden mit dem größten Teil des damaligen Landkreises Osnabrück zu einem neuen Landkreis Osnabrück zusammengeschlossen. Die Gemeinden Atter, Darum, Gretesch, Hellern, Lüstringen, Nahne, Pye und Voxtrup wurden der kreisfreien Stadt Osnabrück zugeschlagen. Die Gebietsreform von 1972 führte neben der Veränderung von Grenzen auch dazu, dass sich die Anzahl der Kommunen durch eine Zusammenlegung zu größeren Einheiten erheblich verringerte. So gab es im Jahr 1961 in den vier alten Landkreisen noch insgesamt 261 Gemeinden, darunter 95 im Altkreis Bersenbrück, 56 im Altkreis Melle, 31 im Altkreis Wittlage und 79 im Altkreis Osnabrück. Acht von diesen wurden in die Stadt Osnabrück eingemeindet. Die übrigen wurden zu den heute bestehenden 34 Einheitsgemeinden zusammengefasst. Dabei schlossen sich im Nordkreis 17 der Einheitsgemeinden zu den vier Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen zusammen. Die Gemeinden des Altkreises Melle schlossen sich zur Stadt Melle zusammen und im Altkreis Wittlage entstanden die heutigen Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln. Am 1. März 1974 wurde mit Vörden, Hörsten und Hinnenkamp drei Gemeinden des Altkreises Bersenbrück aus dem Landkreis Osnabrück in den Landkreis Vechta umgegliedert, wo sie Teil der heutigen Gemeinde Neuenkirchen-Vörden wurden.

Der Kreis und Stadt Osnabrück gehören zum Regierungsbezirk Osnabrück in Niedersachsen.

Übersichtskarten

Fürstbistum Osnabrück

Landkreis Osnabrück in Niedersachsen

Kreis Landkreis Osnabrück

Stadt Osnabrück

Die 23 Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:

01 Innenstadt
02 Weststadt
03 Westerberg
04 Eversburg
05 Hafen
06 Sonnenhügel
07 Haste
08 Dodesheide
09 Gartlage
10 Schinkel
11 Widukindland
12 Schinkel-Ost
13 Fledder
14 Schölerberg
15 Kalkhügel
16 Wüste
17 Sutthausen
18 Hellern
19 Atter
20 Pye
21 Darum/Gretesch/Lüstringen
22 Voxtrup
23 Nahne

Verweise

Auskünfte

Kreisarchiv Osnabrück

Katasteramt Landkreis Osnabrück

Wichtige Landes-Archive für die Stadt und den Landkreises Osnabrück

wiki/kreis_osnabrueck.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/14 14:11 von michael